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​Allgemeine Geschäftsbedingungen

I. Allgemeines

  1. Die  folgenden AGB, gültig für Kajade Photography, Ka Yee Kowalski,  Friedhofstraße 11, 76887 Bad Bergzabern, gelten als vereinbart, wenn ihnen  nicht umgehend widersprochen wird. Hiervon abweichende  Geschäftsbedingungen bedürfen der Schriftform und werden auch dann nicht  Vertragsinhalt, wenn die Fotografin nicht ausdrücklich widerspricht.

  2. Die  im Sinne dieser AGB als Fotografien bezeichneten Produkte umfassen alle  von mir erstellten Produkte, egal in welcher analogen oder digitalen  Form sie vorliegen, egal in welchem Medium sie erstellt wurden oder  vorliegen, egal ob es sich um eine Fotografie, ein Lichtbild oder ein  grafisches Werk einer sonstigen Form handelt, und egal ob bewegt oder  unbewegt.


II. Urheberrecht und Nutzungsrechte

  1. Der Fotografin steht nach Maßgabe des Urheberrechtsgesetzes das Urheberrecht an den Fotografien zu.

  2. Grundsätzlich  sind die von der Fotografin hergestellten Fotografien nur für den  eigenen Gebrauch des Auftraggebers bestimmt. Eine Vervielfältigung und  Weitergabe an Dritte wird für private Zwecke eingeräumt. Eine  nicht-private, kommerzielle bzw. öffentliche Nutzung und Wiedergabe sind  nicht gestattet, falls dies nicht ausdrücklich schriftlich genehmigt  wurde. Eigentumsrechte werden nicht übertragen.

  3. Solang  nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart wurde, wird bei einer  Übertragung der Nutzungsrechte durch die Fotografin nur das einfache  Nutzungsrecht ihrer Werke übertragen. Um Nutzungsrechte wirksam  weitergeben zu können, bedarf es einer besonderen Vereinbarung. Für  Werke, die dem Auftraggeber nur zur Auswahl, Sichtung oder Prüfung  überlassen werden und die nicht vertragsgemäß übergeben werden, werden  keine Nutzungsrechte übertragen.

  4. Erst nach vollständiger Bezahlung des Honorars an die Fotografin gehen die Nutzungsrechte an den Auftraggeber über.

  5. Im  Sinne des § 60 UrhG darf eine Fotografie vom Besteller eines Bildes nur  dann vervielfältigt und verbreitet werden, wenn die entsprechenden  Nutzungsrechte übertragen wurden. § 60 UrhG wird ausdrücklich  abgedungen.

  6. Sofern  nichts anderes verlangt wurde, kann die Fotografin gemäß Urhebervermerk  nach § 13 UrhG verlangen als Urheberin der Fotografie genannt zu  werden. Verletzt der Auftraggeber das Recht auf Namensnennung, ist er  verpflichtet, eine Vertragsstrafe in Höhe von 100 % der vereinbarten  Vergütung zu zahlen. Davon unberührt bleibt das Recht der Fotografin,  bei konkreter Schadensberechnung einen höheren Schaden geltend zu  machen.

  7. Die  Bearbeitung von Werken der Fotografin, z.B. durch digitale oder analoge  Manipulation sind ebenso wenig gestattet, wie die Vervielfältigung und  Verbreitung, solang dies nicht ausdrücklich zwischen der Fotografin und  dem Auftraggeber vereinbart wurde.

  8. Negative und/oder Originaldateien verbleiben bei der Fotografin.

  9. Die  Fotografin bleibt ungeachtet der übertragenen Nutzungsrechte  berechtigt, die Werke für Eigenwerbung zu verwenden. Erkennbare Personen  werden gemäß meiner Datenschutzvereinbarung nur mit deren  Einverständnis öffentlich wiedergegeben.


III. Vergütung, Eigentumsvorbehalt

  1. Kostenvoranschläge  der Fotografin sind unverbindlich. An von ihren erstellten  Kostenvoranschlägen, Plänen, Grafiken, Abläufen und allen anderen  Unterlagen behält sich die Fotografin sämtliche Nutzungs- und  Verbreitungsrechte vor. Alle vorgenannten Unterlagen sind bei  Nichterteilung des Auftrags unverzüglich an die Fotografin zurückzugeben  und dürfen Dritten nicht zugänglich gemacht werden.

  2. Vereinbart  wird eine Pauschale bzw. ein Stunden- oder Tagessatz für die  Herstellung der Werke, wobei alle Nebenkosten wie Anfahrtskosten,  Spesen, Studiomieten, Datenträger, Accessoires, Requisiten etc. vom  Auftraggeber zu tragen sind.

  3. Sollte  schriftlich nichts anderes vereinbart worden sein, wird mit  Zustandekommen des Vertrags eine Anzahlung in Höhe von 40% des  vereinbarten Honorars fällig. Die restlichen Kosten müssen vom  Auftraggeber bei Übergabe der Bilder beglichen werden.

  4. Mit  der Übergabe der Bilder erhält jeder Kunde eine Rechnung, die sofort  ohne Abzüge zu zahlen ist. Wird innerhalb von 14 Tagen nach  Rechnungseingang keine Zahlung registriert, wird der Auftraggeber mit  einer Mahnung in Verzug gesetzt. Die Verzugszinsen belaufen sich auf 10%  p.a. des Honorars. Nur gegenüber unbestritten oder rechtskräftig  festgestellten Forderungen des Auftraggebers ist eine Aufrechnung oder  die Ausübung des Zurückbehaltungsrechts zulässig. Mahnspesen sowie alle  Kosten, auch für außergerichtliche, anwaltliche Interventionen gehen zu  Lasten des Auftraggebers.

  5. Die  gelieferten Fotografien und ggf. alle Datenträger etc. bleiben bis zur  vollständigen Bezahlung aller der Fotografin aus der Geschäftsbeziehung  zustehenden Forderungen in deren Eigentum.

  6. Reklamationen  bezüglich der Bildauffassung sowie der künstlerisch-technischen  Gestaltung sind ausgeschlossen, sollte der Auftraggeber der Fotografin  keine ausdrücklichen Weisungen hinsichtlich der Gestaltung der  Fotografien gegeben haben. Wünscht der Auftraggeber im laufenden Prozess  Änderungen, so sind die Mehrkosten von ihm zu tragen, während die  Fotografin den Vergütungsanspruch für bereits begonnene Arbeiten behält.

  7. Im  Vergleich zur digitalen Fotografie kann es bei Fotoabzügen zu  Farbabweichungen kommen. Da verschiedene Monitore und Bildschirme  abweichende Kalibrierungs- und Farbeinstellungen verwenden, stellt dies  keinen Reklamationsgrund dar.

  8. Bei  Nachbestellungen, Vergrößerungen und Reproduktionen sind  Farbdifferenzen gegenüber den Erstbildern nicht ausgeschlossen. Hierbei  handelt es sich allerdings um komplexe technische Abläufe, weswegen dies  nicht als Fehler des Werkes betrachtet werden kann und daher nicht zu  einer Reklamation berechtigt.

  9. Alle  vom Auftraggeber explizit benötigten Inhalte, wie z.B. angewendete  Filter, Perspektiven oder Bildkomposition, berechtigen nur dann zur  Reklamation, wenn diese vor dem Fotoshooting festgehalten und von beiden  Seiten schriftlich bestätigt wurden.

  10. Die  Fotografin kann nach vertragsgemäßer Weise an den Auftraggeber zur  Verfügung gestellte analoge Negative oder digitale Daten der  angefertigten Werke speichern, ist dazu aber nicht verpflichtet. Eine  Speicherung oder Aufbewahrung bei der Fotografin ist möglich, muss  allerdings ausdrücklich gesondert vereinbart und vergütet werden.


IV. Haftung

  1. Für  die Verletzung von Pflichten, die nicht in unmittelbarem Zusammenhang  mit wesentlichen Vertragspflichten stehen, haftet der Fotograf für sich  und seine Erfüllungsgehilfen nur bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit.  Sie haftet ferner für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers  oder der Gesundheit sowie aus der Verletzung wesentlicher  Vertragspflichten, die sie oder ihre Erfüllungsgehilfen durch  schuldhafte Pflichtverletzungen herbeigeführt haben. Für Schäden an  Aufnahmeobjekten, Vorlagen, Filmen, Displays etc. oder Daten haftet die  Fotografin nur bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit. Bei einem Verlust  oder der Beschädigung von Bildern oder Aufnahmeträgern beschränkt sich  die Ersatzpflicht auf die Erstellung neuer Aufnahmen. Weitere Ansprüche  (etwa bei Hochzeitsaufnahmen oder Events) entfallen. Übergebene Vorlagen  und/oder Gegenstände müssen vom Auftraggeber gegen Beschädigung,  Verlust, Diebstahl und Feuer geschützt sein.

  2. Die  Fotografin haftet für Lichtbeständigkeit und Dauerhaftigkeit von  Lichtbildern nur im Rahmen der Garantieleistungen der Hersteller des  Fotomaterials.

  3. Die  Zusendung und Rücksendung von Werken, Vorlagen und sonstigen  Datenträgern erfolgt auf Kosten und Gefahr des Auftraggebers. Die Wahl  des Transportdienstleisters und gewählten Services erfolgt durch den  Auftraggeber.


V. Nebenpflichten

  1. Der  Auftraggeber versichert, dass er an allen der Fotografin übergebenen  Werken die Rechte für eine Vervielfältigung, Bearbeitung und Verbreitung  besitzt; dies gilt in gleicher Form für die Einwilligung abgebildeter  Personen. Von allen Ersatzansprüchen Dritter, die auf der Verletzung  dieser Pflicht beruhen, stellt der Auftraggeber die Fotografin frei.

  2. Objekte,  die für Aufnahmen vom Auftraggeber zur Verfügung gestellt werden,  müssen vom Auftraggeber rechtzeitig zur Verfügung gestellt und  unverzüglich nach der Aufnahme wieder abgeholt werden. Erfolgt die  Abholung dieser Aufnahmeobjekte nicht spätestens zwei Werktage nach  Aufforderung durch die Fotografin, ist die Fotografin berechtigt,  Lagerkosten zu berechnen oder bei Blockierung ihrer Studioräume die  Gegenstände auf Kosten des Auftraggebers aus- bzw. einzulagern. Bitte  beachten Sie, dass 14 Tage nach der Aufforderung die Gefahr des  zufälligen Untergangs oder der Beschädigung auf den Auftraggeber  übergeht.


VI. Leistungsstörung, Ausfallhonorar, Schadensersatz

  1. Nur wenn die Fotografin Zeitpläne und Liefertermine schriftlich als bindend bestätigt, sind diese auch bindend.

  2. Wird  die für die Durchführung des Auftrages vorgesehene Zeit aus Gründen,  die die Fotografin nicht zu vertreten hat, wesentlich überschritten, so  erhöht sich das Honorar der Fotografin entsprechend, wenn ein  Pauschalpreis vereinbart war. Den vereinbarten Stunden- oder Tagessatz  erhält die Fotografin auch für Wartezeiten, wenn der Auftraggeber nicht  nachweisen kann, dass der Fotografin ein geringerer Schaden entstanden  ist. Weitergehenden Schadenersatz kann die Fotografin dann geltend  machen, wenn der Auftraggeber die Verzögerung zu vertreten hat.

  3. Unterbleibt bei einer Bildveröffentlichung durch einen gewerblichen Auftraggeber die Benennung der Fotografin, so hat der gewerbliche Auftraggeber einen Schadensersatz in Höhe des vereinbarten Entgelts zu zahlen. Wurde keines vereinbart, richtet sich die Höhe nach dem üblichen Nutzungshonorar, mindestens jedoch 250 € pro Bild und Einzelfall.

  4. Sollte  der Auftraggeber ein Werk der Fotografin unberechtigt nutzen, es  verändern, umgestalten oder weitergeben, hat der Auftragsgeber einen  Schadensersatz in Höhe des Doppelten des für diese Nutzung vereinbarten  Entgelts zu zahlen. Wurde keines vereinbart, richtet sich die Höhe nach  dem üblichen Nutzungshonorar, mindestens jedoch 250 € pro Bild und  Einzelfall.

  5. Kündigt  der Auftraggeber den Auftrag vor Beginn der Ausführung, ohne dass die  Fotografin hierfür eine Schuld trifft, so hat der Auftraggeber der  Fotografin 40 % der Gesamtauftragssumme als Schadensersatz bei  Hochzeitsshootings und gewerblichen Shootings zu zahlen bzw. 20% bei  allen sonstigen Fotoshootings. Bereits geleistete Anzahlungen werden  einbehalten bzw. verrechnet.

  6. Auftragsstornierungen sind nur schriftlich wirksam.

  7. Zu  den Punkten zu 3, 4 und 5 bleibt der Fotografin die Geltendmachung  eines weitergehenden Schadens vorbehalten, dem Auftraggeber bleibt der  Nachweis eines geringeren tatsächlichen Schadens vorbehalten.


VII. Datenschutz

Die Datenschutzbestimmungen richten sich nach der jeweils gültigen Datenschutzerklärung. Diese ist hier einsehbar.


VIII. Schlussbestimmungen

Sind  beide Vertragsparteien Kaufleute oder der Auftraggeber eine juristische  Person des öffentlichen Rechts oder ein öffentlich-rechtliches  Sondervermögen, so ist der Geschäftssitz der Fotografin als  Gerichtsstand vereinbart.

Sollten  einzelne Bestimmungen dieses Vertrages unwirksam oder undurchführbar  sein oder nach Vertragsschluss unwirksam oder undurchführbar werden,  bleibt davon die Wirksamkeit des Vertrages im Übrigen unberührt. An die  Stelle der unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung soll diejenige  wirksame und durchführbare Regelung treten, deren Wirkungen der  wirtschaftlichen Zielsetzung am nächsten kommen, die die  Vertragsparteien mit der unwirksamen bzw. undurchführbaren Bestimmung  verfolgt haben. Die vorstehenden Bestimmungen gelten entsprechend für  den Fall, dass sich der Vertrag als lückenhaft erweist.




Stand: April 2022

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